
Erfahrungsbericht über das Rechtsreferendariat (Rechtsanwaltsstation I) bei W2K
„Während meines Studiums an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen entdeckte ich das besondere Verwaltungsrecht als spannendes, interessantes und abwechslungsreiches Themengebiet für mich. Angesichts der zivil- und strafrechtlich geprägten ersten Hälfte des Rechtsreferendariats war somit schnell klar, dass ich die Rechtsanwaltsstation I in einer Kanzlei absolvieren wollte, die schwerpunktmäßig im öffentlichen Recht tätig ist.
Auf der Suche nach einer geeigneten Kanzlei stieß ich auf W2K, eine auf das Infrastrukturrecht spezialisierte Kanzlei, die neben Standorten in Freiburg i. Br. und Frankfurt/Oberursel auch über einen Standort in Stuttgart verfügt.
Während meiner Rechtsanwaltsstation I vom 16.06.2025 bis zum 31.10.2025 am Kanzleistandort Stuttgart ermöglichte mir W2K einen umfassenden Einblick in die Anwaltstätigkeit im öffentlichen Recht.
So nahm ich an Videokonferenzen mit Mandanten, Veranstaltungen und internen Besprechungen teil. Auf diese Weise konnte ich die aus dem Studium noch wenig bekannten Arbeitsweisen und Arbeitsabläufe einer Kanzlei kennenlernen und miterleben. Ich erhielt insbesondere die Gelegenheit, durch Literaturrecherchen und das Verfassen von rechtlichen Stellungnahmen, Anhörungsschreiben und gerichtlichen Schriftsätzen aktiv im Mandat mitzuarbeiten. Durch konstruktives Feedback der ausbildenden Rechtsanwälte und einen Austausch auf Augenhöhe konnte ich nicht nur meine eigene Arbeitsweise bei der Formulierung von Schriftsätzen verbessern, sondern auch praktisches Wissen für das Examen erwerben. So wurde bei den Arbeitsaufträgen insbesondere auf deren Examensrelevanz geachtet. Selbst wenn die Examensrelevanz bei einzelnen Arbeitsaufträgen aber einmal nicht gegeben war, konnte ich mir jedenfalls öffentlich-rechtliches Grundlagenwissen, beispielsweise im Bereich des Verwaltungsverfahrens, aneignen, so dass dennoch ein Mehrwert für das Examen gegeben war.
Neben dem Fachlichen stimmte auch das Menschliche. Durch einen offenen und respektvollen Umgang aller Anwälte fühlte ich mich schon vom ersten Tag an als Teil des Teams. Jeder stand für fachliche Diskussionen bereit und half bei Rückfragen gerne weiter. Dies sorgte für eine tolle Arbeitsatmosphäre und eine Zeit, auf die ich gerne zurückblicke.
Zusammenfassend kann ich die Referendarzeit bei W2K als eine lehrreiche und gewinnbringende Zeit beschreiben. Alle Erwartungen, die ich an die Rechtsanwaltsstation I hatte, wurden nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Zudem konnte ich durch die verschiedenen übertragenen Aufgaben neues Wissen und Fähigkeiten erlernen, die auch für das Examen wichtig sind. Eine Referendarstation bei W2K kann ich damit jedem empfehlen, der nicht bis zur Verwaltungsstation warten möchte, um sich (endlich) wieder mit dem öffentlichen Recht zu beschäftigen und nach einem Ausbildungsstandort sucht, der Spaß am Ausbilden hat und so eine qualitativ hochwertige Ausbildungszeit ermöglicht.“
Rechtsreferendar Lukas Kürner
Januar 2026